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AIRSOFT SPIELFELDREVIEW „RAPAX“ 02.07.2022

Grüße in die Runde und willkommen zurück zum zweiten Airsoft Spielfeldreview, hier auf dem Wildlandblog.

Auch hier wieder der dezente Hinweis, dass ich das Spielfeld bereits vor einiger Zeit zusammen mit meinem Team besucht habe. Seitdem hat sich Team Rapax zurückgenommen und veranstaltet keine Events mehr auf der Schießsportanlage in Bad Belzig. Übernommen hat das ganze Thema jetzt das Jagd- und Schiesssportzentrum Flämming, weshalb auch ein weiterer Besuch in Bad Belzig für mich auf dem Plan steht. Jetzt aber erstmal zum Review über das von Rapax veranstaltete Spiel.

Die Lesefaulen finden das Review auch auf meinen Youtubekanal .

Disclaimer: Werbung, da Seitenmarkierung.



Anmeldung, Kosten, Anreise

Auch für dieses Event musste man sich via ASVZ anmelden und die wichtigsten Informationen von dort beziehen. Neben den allgemeinen Joule-Grenzen und der Einverständniserklärung gibt es im ASVZ auch immer eine kleine Hintergrundgeschichte, welche von Event zu Event weitergeschrieben wird.

Die Kosten für das Event lagen bei 20€ und konnten an der Tageskasse vor Ort bezahlt werden.

Die Anreise ist, bedingt der Nähe zum Ort Bad Belzig, problemlos möglich. Sowohl mit dem Auto, als auch mit den Öffis ist man schnell am Spielfeld. Im Ort gibt es einen Bahnhof, von dort aus sind es ca. 3km über eine gute Straße bis zum Eingang. Selbst etwas tiefere Fahrzeuge können hier sehr gut fahren und es sollte keine Scherereien mit Aufsetzern geben.

Einlass

Pünktlich 0800 öffnete sich das Tor und alle Spieler wurden herzlich vom Teamleader begrüßt – klasse Typ übrigens! Ein kleines Stück weiter wurde man von der Orga zu seinem Stellplatz geleitet. Geparkt wurde dicht an dicht – wer eher wieder los musste, kam auf einen separaten Parkplatz – auch das war super gelöst!

Nach der Ankunft ging es zur Anmeldung, hier lagen Listen aus in die man seinen Namen samt Unterschrift kritzeln, seine Spielgebühr entrichten und sein Bändchen in Empfang nehmen musste. Im gleichen Raum befand sich auch ein kleiner Shop. Hier konnte man einiges an Verbrauchsmaterial (Akkus, Gas, BBs, kleine Auswahl an Ersatzteilen) zu guten Preisen erwerben.

Wenn man im Vorfeld eines der Leihwaffenpakete gebucht hatte (oder wenn die eigene Knifte mal wieder rumzickte), konnte man sich im Shop ebenfalls eine Waffe ausleihen. Hier bekam man eine Phylax MK18 in die Hand gedrückt und konnte auf dem Feld echt viel Spaß haben .

Safezone

Die Safezone an sich bestand aus dem Bereich zwischen den Schießbahnen, der Anmeldung, dem Gebäude für die Sportschützen und dem Parkplatz. Aufgerödelt wurde zwischen den Autos, bedingt dem geringen Abständen musste man aber sehr aufpassen. Wir hatten einen Tisch mit, dort konnten zumindest die Waffen sicher abgelegt werden, andere Spieler mussten ihr Zeug dann aber auf den Boden legen. In der Safezone standen jede Menge Bierzeltgarnituren zur Verfügung, die hätte man den Spielern zum aufrödeln zur Verfügung stellen können.

War man fertig umgezogen und für das Spiel gerüstet, ging es zurück zur Anmeldung – direkt daneben stand der Chronostand. Man bekam eine kleine Markierung auf sein Armbändchen und wurde direkt dort in die Teams aufgeteilt. Getrackt wurde die Zuteilung mithilfe von Clickern – die Orga konnte damit auch sicherstellen, dass alle Spieler fair auf beide Teams aufgeteilt wurden – super Sache, denn dieses spätere Nachzählen und ewige hin und her ist echt nervig.

Leider wurden keine sanitären Anlagen ausgeschildert, wobei ich später hörte, dass es in der Regel auf dem Parkplatz ein Dixie gibt – fehlte wohl an diesem Tag. Solche Sachen generell auszuschildern wäre wirklich hilfreich – sonst bleibt nur der Weg in den Wald und dann die breite Hocke .

Was extrem positiv zu erwähnen ist: das Team Rapax hat an diesem Tag ALLEN Spielern kostenfreies Wasser zur Verfügung gestellt. Wenn also die eigenen Vorräte aufgebraucht waren, konnte man sich hier Nachschub besorgen und gegen die Dehydration ankämpfen. Es war an diesem Tag echt sehr heiß, man schwitze bereits vom einfachen rumstehen wie verrückt und da ist der Extraschluck Wasser unglaublich hilfreich.

Spielfeld

Das Feld ist groß, hügelig, erlaubt Kämpfe auf große Distanzen und fordert ziemlich schnell den Muskelkater in den Beinen heraus. Urbane Gebiete gibt es keine, aber durch die Hügel, Wälder und Freiflächen bietet das Spielfeld trotzdem eine feine Abwechslung.



Die Spawns befanden sich etwas östlich der Belzig Sands und direkt an den östlichen Ausläufern des Death Valley. Eigentlich sogar in Sichtweite zueinander, aber durch die Safezone getrennt. Dadurch hatten beide Teams jeweils den gleichen Weg zu den Belzig Sands zurückzulegen und dort konnten dann schnell nach Spielstart die ersten Fights auf 60 – 70m ausgetragen werden (so ca. 150Airsoftmeter wären das umgerechnet). Nach und nach verlagerten sich die Kämpfe dann auf die umliegenden Waldgebiete und verzweigten sich dann anschließend auf verschiedene Fronten.

Das Feld an sich wirkte sehr aufgeräumt, es gab kaum Baumbruch und auch keine wirklichen „Müllecken“ wie man sie von anderen Spielfeldern kennt. Der einzige Punkt, der etwas für Verwirrung sorgte, waren die nicht ganz eindeutig abgeflatterten Bereiche der Schießsportanlage an der Sandgrube. Hier gab es einige hitzige Diskussionen, wo man nun noch spielen durfte und wo nicht. Hier wäre es besser gewesen, die Zonen eindeutig rundherum mit Absperrband zu kennzeichnen und das vor Spielstart kurz zu checken.

Aber am Ende des Tages ein wirklich schönes Spielfeld.

Briefing

Das Briefing war echt amüsant (der Teamleader von Rapax hat eine gute Art Dinge zu erklären) und dennoch informativ. Es wurden die Spielbereiche benannt, die Spielmodi erklärt und die Do´s and Don´ts aufgeführt. Leider fehlte der Hinweis, dass zur Mittagspause ein Seitenwechsel stattfinden wird, dadurch sind viele Spieler ohne ihr Gerödel zum Grillstand getigert, mussten dann nach der Pause noch die Beine in die Hand nehmen um rechtzeitig zum Anpfiff im richtigen Spawn zu sein . War aber nicht weiter schlimm, die Wege waren ja nicht so lang.

Auch wurde von der Orga nochmal explizit auf die Temperaturen und den damit einhergehend Flüssigkeitsverlust hingewiesen. Man sollte genügend trinken, sich Pausen gönnen und auf den eigenen Körper hören – sehr gut!

Spielstart und Spiel

Nach dem Briefing gabs es nur eine ganz geringe Verzögerung von zwei Minuten und schon ging es los, so mag ich das, kein unnötiges Warten. Da ich das Gelände noch nicht kannte, kam der erste Gegnerkontakt sehr unerwartet und plötzlich. Der Rapax-Teamleader nahm uns direkt unter seine Fittiche, Seite an Seite kämpften wir tapfer bis zum ersten Hit epische Musik vorstellen bitte.

Die Spielmodi waren ebenfalls sehr angenehm, mal abseits vom Standart. Team A musste 4 Kisten auf dem Gelände verteidigen, TEAM B musste zu jeder Kiste jeweils 3 „Zettel“ finden, welche in der Nähe versteckt waren. Auf diesen Zetteln standen Codes für das Schloss der jeweiligen Kiste. War die Kiste dann offen, lag dort ein Timer drin, welchen man aktivieren und dann für 10min verteidigen mussten, erst dann galt diese Kiste als „gesichert“. Team A konnte den Timer auch wieder stoppen innerhalb dieser 10min. Alles in allem war dieser Wechsel zwischen pushen, kämpfen, halten, verteidigen sehr angenehm. Die Kisten waren an recht guten Orten „versteckt“, keins der beiden Teams hatte die Möglichkeit von Beginn an alle Kisten für sich zu sichern.

Es gab gefühlt keine Highlander, jedenfalls habe ich keine wirklich wahrgenommen – ein wirklich harmonisches Spiel.

Eine Situation: Kurz vor der Mittagspause wollten wir noch eine Aktion starten und die nördlichste Kiste sichern. Also beschlossen wir, ganz am Spielfeldrand zu marschieren und uns dort lang zu sneaken. Leider beinhaltete das auch das Erklimmen eines relativ steilen Hügels (vlt. 15m hoch, geschätzt). Oben angekommen sind wir nach wenigen Metern direkt unter Feindfeuer geraten und verloren die Hälfte des Trupps, leider ohne Möglichkeit der Heilung. Mein Teamleader und ich konnten uns gerade noch rechtzeitig in Deckung begeben und feuerten dann aus allen Rohren zurück und konnten einige wenige Spieler rausnehmen, bevor wir aber auch nach einigen Minuten und gegenseitigen Heilungen dann raus waren – kurz bevor die Munition ausging. Anschließend haben wir uns bei den Gegnern für diese echt geile Aktion bedankt, kurzen Smalltalk gehalten und sind dann zurück in den Spawn – meine Damen und Herren: DAS ist Airsoft!

Nach der Mittagspause gab es dann den Seitenwechsel und wir waren dran mit verteidigen. Leider kam der Spielfluss gegen 15.00 Uhr ins Stocken und gegen 15.30 Uhr dann zum Erliegen, da ein Großteil der Gegner bereits abgereist waren. Das führte dazu, dass wir den Gegner bis in seinen Spawn zurückdrängen konnten und uns zwar heftige, aber nur sehr wenige Feuergefechte liefern konnten. Somit war das Spiel dann kurz vor 4 beendet. Die Orga bot dann noch an, mit den verbliebenen Spielern schnelle TDM-Runden zu starten, wir waren aber alle sehr ausgelaugt durch die Hitze, die Akkus waren leer und der BB-Vorrat war ebenfalls fast erschöpft.

Team und Orga

Rapax ist ein äußerst freundliches Team, was als Orga einen echt sehr guten Job gemacht hat. Es war immens von Vorteil, dass die Mitglieder sowohl als Orga als auch als Spieler auf dem Feld waren – dadurch hatten sie immer einen guten Überblick und konnten Situationen perfekt bewerten.

Es gab also nix zu meckern – alles tutti!

Verpflegung und Sonstiges

In der Mittagspause gab es Bratwürstchen im Brötchen zu kaufen. Das Stück für 3.50€ – etwas happig, aber noch im Rahmen für den kleinen Snack zwischendurch. Was die ganze Sache aber massiv aufwertet: die angesprochene Bereitstellung von kostenlosem Wasser für alle Spieler. Das ist nicht selbstverständlich und ein richtig guter Zug. Wir haben es zwar nicht in Anspruch nehmen müssen, da wir genug eigene Getränke dabei hatten, allerdings haben wir unsere Pfandflaschen dort gelassen, war ja wohl das Geringste.

Was man noch erwähnen sollte: während des Spiels fand auf den Schießbahnen weiterhin der Betrieb statt. Das sorgte für eine echt geile Soundkulisse während des Spiels – richtig geil!

Fazit

Ein gut organisierter Spieltag, eine hilfsbereite und motivierte Orga und ein sehr interessanter Spielmodus mit Hintergrundstory. Die Teamaufteilung war fair und es herrschte zu jeder Zeit eine angenehme Atmosphäre auf dem Feld. Kleine Kritikpunkte wären die fehlenden Schilder bezüglich der sanitären Anlagen und das nicht ganz klar angebrachte Flatterband an den nicht zu bespielenden Bereichen.

Das Spielfeld besuche ich defintiv nochmal – auch wenn es sehr schade ist, dass Team Rapax keine Events mehr veranstaltet!


 
 
 

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