MEIN WEG ZUM UND IM AIRSOFT
- Wildlander AOA

- 25. Dez. 2023
- 7 Min. Lesezeit
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Die Anfänge – früher Beginn
Viele erwarten jetzt wahrscheinlich einen altbekannten Text: als Kind mit der Knifte auf dem Rummel geschossen, dann später im Wald mit den Kumpels und dann am Ende auf dem ersten richtigen Airsoftspiel gelandet – aber weit gefehlt.
Mein Weg zum Airsoft führte Trommelwirbel über die Kinder.
„Was sagt der da? Kinder? Der spinnt doch! Kinder und Airsoft, no way!“
Nun, bleibt ein Weilchen und hört zu. Natürlich habe ich nicht mit den Kids gemeinsam angefangen Airsoft zu spielen – keine Sorge. Allerdings ging es bei mir im Sommer 2017 los, als ich die erste Nerf Jolt* im örtlichen Supermarkt für schmale 4.99€ gekauft hatte. Nerf war mir schon lang ein Begriff, aber außer die Werbung im TV hatte ich keinen Kontakt damit. Also, nachdem ich die besagte Jolt* hatte, dauerte es eigentlich nur wenige Stunden bis der Wunsch nach „MEHR“ aufkam. Also investierte ich einige Stunden für die Suche im Netz und ein paar Wochen später war meine Sammlung auf ca. 50 Nerf-Blaster angewachsen. Daheim im Wohnzimmer zu schießen war aber keine so gute Idee (R.I.P. Papierschirmlampen), daher stockte ich das Blaster-Arsenal nochmal auf und organisierte kleinere Battles in der örtlichen Turnhalle. Nach mehreren dieser Events, welche vor allem mit und für Kinder veranstaltet wurden, wollte ich aber nochmal mehr als das. Also suchte ich nach einer Alternative – für „Erwachsene“ – und ich fand Airsoft.

Infiziert
Es genügten wenige Minuten im Netz, einige Videos auf YouTube und es war passiert – ich hatte mich vollkommen und unwiderruflich mit dem Airsoft-Virus infiziert. Ich habe gefühlt alle deutschen Airsoft-Videos in wenigen Tagen durchgesuchtet. Ich hatte in Windeseile einen Account im ASVZ und eigentlich das gesamte Sortiment in so ziemlich jedem Onlineshop inhaliert. Ich muss dazusagen, dass ich auch sehr unvernünftig war und mir quasi bereits nach den ersten 3 Wochen für eine höhere dreistellige Summe Waffen, Ausrüstung und Zubehör gekauft habe. Allerdings hatte ich Glück und konnte einiges davon sogar ziemlich lang nutzen. Ein paar Pouches waren Müll, die habe ich quasi nie benutzt, aber z.B. mein G36C von Umarex habe ich heute noch und es funktioniert auch noch sehr gut.
Soweit, so gut, die Gear war da, der Hypetrain donnerte rauschend durch mein Leben und eigentlich fehlte nur noch eins: der erste Spieltag. Mit einem guten Kumpel, der zeitgleich mit mir begonnen hat, fuhr ich dann nach weiteren 2 oder 3 Wochen das erste Mal zu einem Airsoftspiel. Unmittelbar zu dieser Zeit hatte damals in Leipzig ganz frisch die Area13 – Light and Colorgames eröffnet – was ein Zufall. Also packten wir unser gesamtes, nagelneues Gerödel ins Auto und fuhren nach Leipzig und spätestens da merkte ich, dass ich auf etwas gestoßen war, was es so vorher noch nie in meinem Leben gab. Wir trafen in der Area13 viele neue Leute, die uns alle sehr herzlich empfingen, uns direkt in ihre Mitte nahmen, uns Tipps gaben, Tricks zeigten und mit uns zusammen zockten – geil. Kein anderes Hobby hatte mich in meinem Leben so abgeholt – nie! Es gab keinen Hate, keinen Streit, Anfänger wie wir wurden mitgenommen und ihnen vernünftig die ganzen Dinge erklärt – der Hammer.
Ich merkte sofort, dass das was für mich war. Es war vom Gefühl her so wie damals, als ich angefangen habe Musik zu machen, es fühlte sich einfach richtig an. Ich unterhielt mich an diesem Tag mit so vielen, für mich neuen Personen, saugte jede noch so kleine Information auf und konnte mich an dem ganzen geilen Scheiss der Anderen nicht sattsehen. Mir wurden so viele Waffen in die Hand gedrückt, dass ich mich am Ende fühlte wie die Jungs von „War Dogs“ . Das ging dann sogar soweit, dass wir von ein paar Spielern gefragt wurden, ob wir nicht Lust auf die „Dark Emergency“ hätten. Wir hatten keine Ahnung was das war und was uns erwartet, aber wir sagten zu. Außerdem wurden wir in eine WhatsApp-Anwärtergruppe eingeladen und waren somit quasi direkt Teil des Teams der „Evocati“ – was für ein erster Spieltag!
Beginn einer Leidenschaft – mit Hindernissen
Also fuhr ich an diesem Tag mit einem mächtig fetten Grinsen nach Hause – und unendlich vielen Ideen. Es folgte eine Zeit, in der ich einige Male in der Area13 spielen war und auch das Gelände in Mahlwinkel im Rahmen der „Lost Airfield“-Reihe kennenlernen durfte. Schnell wurde aus der Anwärterschaft bei den Evocatis eine Vollmitgliedschaft und die Tickets für die erste DE wurden gekauft. Leider begann dann eine für mich privat extrem besch******* Zeit kurz vor dem Event – aber dadurch konnte ich etwas erfahren, was ich so bestimmt nicht so schnell hätte können: den Zusammenhalt in der Community. Mir ging es emotional sehr schlecht – aber die Jungs in meinem Team haben mich total aufgefangen und ich hatte auf der Dark Emergency 7 eine endlos geile Zeit, an die ich mich heute noch immer gern erinnere. Ich konnte für 5 Tage alle Sorgen, Nöte, Ängste vergessen und meine Gedanken neu sortieren. Tatsächlich habe ich aus diesem langen Wochenende so viel Kraft ziehen können, dass ich direkt im Anschluss begonnen habe, mein Leben neu zu ordnen und in nicht mal 12 Monaten aufzuräumen. Das ging zwar leider damit einher, dass ich fast ein ganzes Jahr nicht spielen war und auch keinen neuen Stuff gekauft habe, aber das war es mir allemal wert. Denn dieser Weg führte mich Stück für Stück weiter – bis hierher und DU liest das nun.
Nachdem ich also emotional wieder auf Spur war (und die Frau fürs Leben gefunden hatte), deckte ich mich neu ein. Ich wechselte vom typischen Multicam-Look auf eine Art PMC-Tripple-Frontiert-Style mit schwarzem Hoodie und olivegrünem Plate-Carrier. Ich kaufte mir zwei meiner absoluten Lieblingswaffen – die 2011 Combat Master von TTI und, endlich, die HK416A5 in RAL8000 – pure Liebe! Wie ich es schaffe Familie, Airsoft, Beruf und alles andere unter einen Hut zu bekommen könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Dort bin ich auf diesen Sachverhalt näher eingegangen .
Es war auch im Jahr meiner Tiefphase, dass ich mich von den Evocatis im Guten trennte und fortan meinen Weg allein weiter ging – wobei ich zu einigen der noch aktiven Spieler nach wie vor einen sehr guten Kontakt pflege. So kam es dann auch, dass ich zur alljährlichen Dark Emergency (war die neunte DE und damit meine dritte) alleine fuhr. Es war anfangs ein sehr seltsames Gefühl, ich wusste ja nicht, ob ich die kommenden fünf Tage vollkommen allein in meinem Zelt sitzen werde oder nicht. Ich war noch nie ein extrem introvertierter Mensch und konnte generell schnell Anschluss finden – allerdings bin ich auch immer ein vorsichtiger Typ gewesen. Ich hatte im Vorfeld, über den Chat der Reisegruppe Helga (KGG Golf-Zug), den Kontakt zu drei Spielern wiedergefunden, welche ich auf dem Zeltplatz der DE 7 und 8 kennengelernt hatte. Wir schrieben etwas hin und her und verabredeten uns für Donnerstag auf dem Zeltplatz. Ich reiste als Einziger bereits am Mittwoch an und versprach für uns alle einen Platz zu finden und schon das Teamzelt aufzubauen. Sie wollten noch zwei weitere Jungs mitbringen mit denen sie bereits einige Monate zuvor zusammen in der Area13 gespielt hatten.
Und so ergab sich für mich zum zweiten mal die Gelegenheit Airsoft in seiner vollen Gänze zu spüren – Airsoft verbindet, Airsoft baut Brücken. So lernte ich dann nun die beiden „Neuen“ kennen – und somit alle bisherigen Mitglieder meines neuen Airsoftteams – Fireteam Anubis.

Was darauf folgte, lässt mein Herz noch heute schneller schlagen. Von Minute 1 an haben wir uns alle extrem gut verstanden. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht und Unsinn erzählt wie an diesem Wochenende. Aber nicht nur auf dem Zeltplatz haben wir harmoniert, auch auf dem Feld konnten wir gut Land gewinnen und wir hatten Spaß dabei gemeinsam blaue und gelbe Skalps zu sammeln.

Seitdem bin ich nun Teil des Fireteams Anubis und wir konnten schon so einige geile Spiele miteinander bestreiten. Unser Team ist seitdem auch leicht angewachsen, wobei wir immer Wert darauf legen, dass wir gut miteinander klarkommen.
Wie geht es nun weiter…?
Nun gehe ich in mein mittlerweile fünftes Airsoftjahr, die Sammlung an Ausrüstung, Waffen und Zubehör wächst stetig und seit ganz grob einem Jahr bin ich auch in den sozialen Medien aktiv – Youtube, Instagram und auch hier in diesem Blog.
Genau hier sehe ich auch meine Zukunft: ich produziere Content aus der und für die Airsoft-Community und verbinde das mit den Themen Outdoor und Abenteuer. Dabei habe ich festgestellt, dass es sehr viele Airsoft-Spieler gibt, die Outdoor-begeistert sind und eine Affinität für dieses Thema haben. Einige Sachen lassen sich sowohl in der einen als auch in der anderen Sparte umsetzen und es gibt einiges an Synergien zu nutzen.
Ein Beispiel gefällig? Ich habe ein Video über Trekkingnahrung / Dryfood erstellt. Diese Nahrung kann ich sowohl auf Outdoor-Touren, als auch an Airsoftspieltagen nutzen. Bei beiden Aktivitäten ist es nämlich so, dass ich nur ein begrenztes Packmaß zur Verfügung habe und die Zeit, welche für die Pausen und Verpflegung zur Verfügung steht, auch sehr begrenzt ist. Also liegt es auf der Hand, dass eine leichte, leckere und schnell zubereitete Mahlzeit wichtig ist.
Um beim Thema zu bleiben, mein Weg im Airsoft sieht aktuell so aus, dass ich deutlich mehr Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit leisten möchte. Ich bin mir durchaus bewusst, dass Airsoft in Deutschland nie so salonfähig sein wird wie z.B. in den USA. Dennoch ist mein Ziel, dass wir mindestens toleriert werden. Hierfür ist es einfach zwingend notwendig, dass wir auf der einen Seite dafür sorgen den Nachwuchs davor zu bewahren wirklichen Mist zu bauen, andererseits müssen wir nach außen hin zeigen, dass wir eben keine Irren sind. Dazu werde ich aber noch einen separaten Artikel veröffentlichen, weil mir das Thema so wichtig ist.
Nun habt ihr einen groben Überblick über mich, meinen Weg zum und im Airsoft erhalten. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen und konntet euch in der ein oder anderen Anekdote wiederfinden.
Bis bald, euer Tiko von Wildlander AOA – Airsoft, Outdoor, Abenteuerlust








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